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Gehalt Betriebsrat/-rätin

Betriebsräte sind Mitglieder des Betriebsrats, einem demokratisch legitimierten Kontrollorgan innerhalb eines Betriebs. Die Idee eines Betriebsrats als Institution entstand aus den Erfahrungen mit ausbeuterischen Firmenleitungen in der Hochzeit des industriellen Sektors. Heutzutage sind sein Entstehen und seine Aufgaben gesetzlich genauestens geregelt. Betriebsräte haben grob gesagt die Aufgabe, Interessen der Belegschaft bei der Unternehmensleitung vorzutragen und auch durchzusetzen. Sie achten auf die korrekte Umsetzung von Vorschriften und Maßnahmen zur Sicherheit der Mitarbeiter, gehen gegen Rassismus und Diskriminierung vor und arbeiten eng mit Gewerkschaften zusammen. Um diese Aufgaben auch effektiv durchsetzen zu können, sind sie vom Gesetzgeber mit gewissen Mitbestimmungsrechten ausgestattet.

Wie ist das Gehalt als Betriebsrat/-rätin in Deutschland? 

Das Gehalt liegt Deutschlandweit durchschnittlich zwischen 3.200-,€ und 4.400-,€ Brutto pro Monat bei einer 40 Arbeitsstunden-Woche und variiert abhängig von Berufserfahrung, Ausbildungsgrad, Betriebsgröße und Bundesland. Am besten bezahlt werden Betriebsräte/-rätinnen in Hamburg, Hessen und Barden-Württemberg und am wenigsten Gehalt bekommt dieses Berufsfeld in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

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Der Weg zum/-r Betriebsrat/-rätin: Die Ausbildung

Betriebsrat ist ein Job, den man durch Wahl erlangt; es gibt also keinerlei Ausbildung dazu. Wahlberechtigt sind dabei alle Angestellten über 18 Jahre, um Kandidat zu werden muss man zusätzlich noch mindestens 6 Monate im Betrieb sein. Von beidem ausgeschlossen sind das Management und leitende Angestellte – wäre ja auch komisch, wenn die Firmenleitung sich selbst kontrollieren würde. Gewinnt man also die Mehrheit der Stimmen im Betrieb für sich, hat man seinen “Werdegang” zum Betriebsrat auch schon abgeschlossen und kann sich voller Motivation seiner neuen Aufgabe widmen.

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Benötigte Kenntnisse und Fähigkeiten

Wie bereits gesagt braucht man prinzipiell nicht viele Fähigkeiten, um Betriebsrat in seinem Unternehmen zu werden. In der Praxis ist es aber natürlich ratsam, wenn man über die folgenden verfügt: Kommunikative Fähigkeiten und Verhandlungsgeschick sind unabdingbar, auch wenn man per Gesetz diverse Rechte gegenüber der Firmenleitung hat. Auch der Wille, schwierige Vorhaben durchzusetzen und dementsprechend geduldig zu sein gehört dazu. Und nicht zuletzt sollte man natürlich offen für verschiedene Meinungen sein, offen gegen Rassismus und Diskriminierung eintreten und die Sorgen und Nöte seiner Kollegen ernst nehmen.

Arbeitsumfeld

Das Arbeitsumfeld eines Betriebsrates hängt maßgeblich von der Größe des Unternehmens ab, in dem er angestellt ist. Hat die Firma mehr als 200 Angestellte, so wird man nach der Wahl von allen Aufgaben seines bisherigen Jobs entbunden und kann sich ausschließlich auf die Arbeit als Betriebsrat konzentrieren. In kleineren Firmen hingegen üben Betriebsräte in der Regel ihren bisherigen Beruf weiter aus (wenn auch eingeschränkt), haben also eine Doppelfunktion – was offensichtlich mit Mehrarbeit und Aufopferungswillen einhergeht. In ganz kleinen Betrieben mit nur wenigen Angestellten gibt es gar keinen Betriebsrat, in diesem Fall steht dieser Beruf also nicht zur Verfügung. Wer ihn unbedingt ausüben will, der muss sich daher ein größeres Unternehmen suchen.

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