Gehalt Dachdecker/-in

Als Dachdecker/-in stellt man Holzkonstruktionen für Dachstühle her, deckt dieses und bekleidet das Dach und Wandflächen mit Dachplatten, Dachziegeln, Dachsteinen, Schindeln oder anderen Deckwerkstoffe. Sie führen Abdichtungen an Dach- und Wandflächen, Balkonen und Terrassen sowie an Bauwerken durch und stellen Unterkonstruktionen für Außenwandbekleidungen her, montieren diese und gestalten Gebäudeaußenwände mit vorgehängten Fassadenbekleidungen. Auch bauen sie Blitzschutzanlagen, Schneefangsysteme, Dachrinnen, Fallrohre, Dachflächenfenster oder Lichtkuppeln ein und installieren Solarthermie- und Fotovoltaikanlagen, einschließlich elektrischer Komponenten und Anschlüsse auf Dächern und an Fassaden. Darüber hinaus unterstützen sie Besitzer und Eigentümer bei der energetischen Gebäudesanierung und führen diese Maßnahmen entsprechend durch, das könnte zum Beispiel den Einbau von Dämmschichten und Dampfsperrelementen beinhalten. Auch Dachbegrünungen sowie Wartung und Instandhaltung von Dach- und Wandflächen und ihren Komponenten gehören zu den Aufgaben eines Dachdecker/ einer Dachdeckerin.

Wie ist das Gehalt als Dachdecker/-in in Deutschland? 

Das Gehalt liegt Deutschlandweit durchschnittlich zwischen 2.300-,€ und 3.200-,€ Brutto pro Monat bei einer 40 Arbeitsstunden-Woche und variiert abhängig von Berufserfahrung, Ausbildungsgrad, Betriebsgröße und Bundesland. Am besten bezahlt werden Dachdecker/-innen in Hamburg, Hessen und Barden-Württemberg und am wenigsten Gehalt bekommt dieses Berufsfeld in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

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Der Weg zum/-r Dachdecker/-in: Die Ausbildung

Der Beruf des Dachdeckers/ der Dachdeckerin ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Dieser wird durch eine duale Ausbildung im Handwerk, geregelt durch die Ausbildungsverordnung, in drei Jahren abgeschlossen. Ausgebildet wird der Dachdecker/ die Dachdeckerin im Ausbildungsbetrieb sowie einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte und einer Berufsschule. Rechtlich ist keine bestimmte Schulvorbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Ausbildungsanfänger/-innen mit Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife ein.
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden wie man Dach- und Wandflächen deckt diese mit Faserzement, Verbundwerkstoffen, keramischen Platten oder Metallelementen bekleidet und Schichten des Dachaufbaus, insbesondere Dampfsperre, Wärmedämmung und Abdichtungslagen, festlegt und verlegt. Ebenso wird unterrichtet wie Abschlüsse bei Dachdeckungen bzw. -abdichtungen oder Anschlüsse bei Abdichtungen hergestellt werden und wie man Solarthermie- bzw. Fotovoltaik-Elemente und andere Energiegewinnungsflächen in Dach- und Wandflächen montiert. In der Berufsschule erwirbt man grundlegende Kenntnisse: in berufsbezogenen Lernfeldern wie man Dachsteineindeckungen herstellen und Dachflächen abdichtet. Ebenso werden die Auszubildenden in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet – eine Spezialisierung während der Ausbildung ist in Abdichtungstechnik, Außenwandbekleidungstechnik, Dachdeckungstechnik, Energietechnik an Dach und Wand sowie Reetdachtechnik möglich.

Weiterbildung

Eine Weiterbildung nach der abgeschlossenen Ausbildung kann zum Beispiel durch die Prüfung als Dachdeckermeister/-in oder eine Weiterbildung als Fachleiter/-in für Dach-, Wand- und Abdichtungstechniker folgen. Alternativ kann ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen. Für das Studium ist jedoch in den meisten Fällen ein Abitur oder Fachhochschulreife erforderlich. Das kann sich jedoch durch Universität und Berufsschule unterscheiden.

Benötigte Kenntnisse und Fähigkeiten

Da es sich bei dem Beruf des Dachdeckers/ der Dachdeckerin um einen handwerklichen Beruf handelt, ist eine gute körperliche Konstitution, sowie handwerkliches Geschick und Auge-Hand-Koordination ebenso wichtig wie Umsicht, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Auf Teamfähigkeit wird ebenso großen Wert gelegt.

Arbeitsumfeld

Dachdecker/-innen finden Beschäftigung in Betrieben des Dachdeckerhandwerks und anderen Bedachungsunternehmen. Dachdecker/-innen arbeiten in erster Linie auf Baustellen im Freien. Darüber hinaus arbeiten sie auch in Werkstätten und in Lagerräumen.

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