Gehalt Genesungsbegleiter/-in

Genesungsbegleiter, oft auch Ex-In (ExperiencedInvolvement) genannt, sind Menschen, die in ihrem Leben schon diverse seelische / psychische Probleme hatten und diesbezüglich schon Erfahrungen gesammelt haben. Diese Erfahrungen helfen ihnen andere Menschen, welche unter seelischen Belastungen leiden, zu unterstützen. Das „Ich Wissen“ wird hierbei zum „Wir Wissen“ und bietet betroffenen auszutauschen. Das Modell wurde erstmals 2005 von der EU etabliert. Das Gehalt eines Genesungsbegleiters richtet sich nach diversen Merkmalen.

Wie ist das Gehalt als Genesungsbegleiter/-in in Deutschland? 

Das Gehalt Genesungsbegleiter liegt Deutschlandweit durchschnittlich zwischen 2.700-,€ und 3.600-,€ Brutto pro Monat bei einer 40 Arbeitsstunden-Woche und variiert abhängig von Berufserfahrung, Ausbildungsgrad, Betriebsgröße und Bundesland. Am besten bezahlt werden Genesungsbegleiter/-innen in Hamburg, Hessen und Barden-Württemberg und am wenigsten Gehalt bekommt dieses Berufsfeld in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

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Der Weg zum/-r Genesungsbegleiter/-in: Die Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt mit einem Moderatorenteam, welches aus zwei zertifizierten Trainern besteht. Diese Trainer haben schon diverse Erfahrungen mit psychischen Problemen gemacht und stehen nun bereit, dieses Wissen mit anderen Menschen zu teilen, sich auszutauschen und zu helfen. Der Kurs zur Ausbildung besteht aus verschiedenen Themen. Es werden Konzepte und Haltungen vermittelt, die von Ex-Ins entwickelt worden sind. Auch werden Methoden des Lernens genutzt, um Reflexion anbieten zu können, auf die erlebten Dinge. Gesundheitskonzepte werden dabei stets in den Mittelpunkt gestellt und keine Krankheitskonzepte. Der Kurs besteht aus zwölf 3-tägigen Modulen mit 22 Unterrichtsstunden jeweils, welche eine Dauer von 45min umfassen. Hier lernen die Auszubildenden die Erfahrung und Teilhabe, Empowerment in Theorie und Praxis, Krisenintervention, Selbsterforschung, Begleiten und Unterstützen, sowie Perspektiven und Erfahrungen von Genesung. Neben den theoretischen Ausbildungsfeldern gehört es auch dazu, sich ein Portfolio anzulegen, in dem die individuelle Bestandsaufnahme geschrieben steht, mit einer Zukunftsplanung. Zudem muss ein Praktikum abgeschlossen werden.

Benötigte Kenntnisse und Fähigkeiten

Voraussetzung ist, schon einmal etwas psychisch Belastendes erlebt zu haben, was man teilen möchte. Des Weiteren sollte es einem möglich sein, über eigene Probleme offen reden zu können, sowie anderen etwas beibringen zu können. Man sollte stets einfühlsam sein, da es dem Gegenüber, mit dem man spricht, gerade überhaupt nicht gut geht. Dieser Beruf ist nicht für jeden etwas, da die Probleme der Betroffenen sehr schwerwiegend sein können und einem sehr nahe gehen können. Mit steigenden Qualifikationen steigt dementsprechend auch das Gehalt als Genesungsbegleiter.

Arbeitsumfeld

Gearbeitet wird in kleinen Büros in psychiatrischen Betreuungsanstalten, oder oftmals auch in Kliniken. Manchmal wird man auch in Forschungseinrichtungen eingesetzt, wo man das Erfahrungswissen teilen soll, sowie in anderen diversen Institutionen. Viele Organisationen in Deutschland sorgen dafür, dass das Konzept eines Genesungsbegleiters, oder auch Ex-Ins weitergetragen wird. Diese Arbeit ist sehr wichtig und hilft vielen Menschen in schwierigen Situationen.

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