Gehalt Jurist/-in

Ein/-e Jurist/-in beschäftigt sich hauptsächlich mit Gesetzten und rechtlichen Normen im nationalen und internationalen Raum für ein geregeltes zusammenleben. Die Aufgaben beinhalten die Rechtsvorschriften bei Konfliktlösung und Interessenskonflikten anzuwenden für ein geregeltes Zusammenleben. Ein Jurist kennt sich mit den Rechtsnormen, deren Interpretation und den aktuellen Rechtsprechungen aus, allerdings werden auch Entscheidungssammlungen, Kommentare und juristische Datenbanken verwendet, um ein Sachverhalten zu beurteilen und eine konkrete Entscheidung zu treffen.
Die verschiedenen Arbeitsbereiche sind vielfältig. Es ist möglich in der Rechtsberatung zu arbeiten, beispielsweise in einer Rechtsanwaltskanzlei mit oder ohne Notariat, oder in der Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt Recht. Möglich ist es auch in der Justizverwaltung oder öffentlichen Verwaltung zu arbeiten, sowie an Hochschulen oder Berufs- und Fachakademien im Bereich Lehre in der Rechtswissenschaft. Teils ist es auch möglich als diplomatische Vertretung in internationalen Organisationen tätig zu sein, sowie bei Berufsverbänden, politischen Parteien, oder in der Wirtschaftsprüfung zu arbeiten.

Wie ist das Gehalt als Jurist/-in in Deutschland? 

Das Gehalt liegt Deutschlandweit durchschnittlich zwischen 4.200-,€ und 6.600-,€ Brutto pro Monat bei einer 40 Arbeitsstunden-Woche und variiert abhängig von Berufserfahrung, Ausbildungsgrad, Betriebsgröße und Bundesland. Am besten bezahlt werden Juristen/-innen in Hamburg, Hessen und Barden-Württemberg und am wenigsten Gehalt bekommt dieses Berufsfeld in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

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Der Weg zum/-r Jurist/-in: Die Ausbildung

Um als Jurist tätig zu werden braucht man ein Abschluss in Rechtswissenschaften. Dies reichert man sich durch ein Studium an, indem man entweder ein Bachelor-, Master- oder Diplomstudium macht. Es dauert mindestens 7 Jahre, um Jurist zu werden, wobei auch 2 Staatsexamen erforderlich sind. Nach einem Studium das durchschnittlich 10 Semester dauert was aus dem Grundstudium und dem Hauptstudium besteht, wird ein zweijähriges Rechtsreferendariat absolviert.
Die Bereiche des Grundstudiums beinhalten bürgerliches Recht, Zivilrecht, öffentliches Recht und Strafrecht. Im Hauptstudium gibt es dann verschiedene Schwerpunkte, die man sich individuell aussuchen kann, allerdings könnten diese je nach Hochschule variieren. Die Schwerpunkte können beispielsweise europäisches Recht, Medienrecht, Umweltrecht oder Wettbewerbsrecht sein.
Bei dem Studium ist es nicht wichtig, dass man verschiedene Paragrafen auswendig lernt, sondern eher das man die Systematik hinter den Gesetzen versteht. Dieses Studium ist dennoch sehr theorielastig.

Benötigte Kenntnisse und Fähigkeiten

Für den Juristen ist es wichtig organisiert zu sein da Termine passend koordiniert werden damit sie effizient bearbeitet werden können, da sie oft einer Frist unterliegen. Es muss auch äußerst verantwortungsvoll gehandelt werden. Um die Fälle zu behandeln braucht man ausgeprägte analytische Fähigkeiten, sowie abstraktes denken, da die Lösungen nicht immer eindeutig sind. Durch die Zusammenarbeit mit dem Kunden sowie mit anderen Juristen braucht man Sozialkompetenz sowie Kommunikationsstärke. Alles was gesagt wird muss eindeutig sein damit keine Missverständnisse entstehen die negative Auswirkungen für den Mandanten haben könnten. Hierbei ist es dementsprechend wichtig Stressresistenz zu besitzen, sowie Belastbarkeit.

Arbeitsumfeld

Juristen arbeiten allgemein im Rahmen einer Fünf-Tage-Woche, allerdings kann es bei Führungspositionen auch mal vorkommen, dass Überstunden gemacht werden, sodass auch abends oder an Wochenenden gearbeitet wird. Freiberufliche Notare oder Rechtsanwälte können oft ihre Arbeitszeit selbst einteilen, müssen sich allerdings dennoch nach dem Klienten oder Mandanten richten. In einem Angestelltenverhältnis gibt es geregelte Arbeitszeiten, die eingehalten werden. Es ist allerdings oft wichtiger, dass das jeweilige Fallpensum bearbeitet wird anstatt, dass man eine gewisse Anzahl an Stunden arbeitet.
Je nach Arbeitsbereich, kann die Arbeit in einem Büro stattfinden mit gelegentlichen Kundentreffen, oder im Gerichtssaal. Allgemein hat der Beruf die Möglichkeit abwechslungsreich zu sein da Fälle sich allgemein unterscheiden.

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