Gehalt Justizfachangestellte/-r

Wer schonmal einer Gerichtsverhandlung beigewohnt hat, der weiß, dass dort keinesfalls nur Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidigung beschäftigt sind. Es muss nämlich Protokoll geführt, der Ablauf überwacht und wichtige Dokumente bereitgehalten werden. Genau das gehört zu den Aufgaben eines Justizfachangestellten. Er ist bei Gerichten oder Staatsanwaltschaften beschäftigt und ist neben den oben genannten Tätigkeiten auch für Verwaltungsaufgaben, wie die Überwachung von Strafzahlungen oder das Ändern von Grundbucheinträgen, sowie für die Beratung von Bürgern zuständig. Es ist also ein echter Allroundjob rund um die Aufgaben in einem Gericht. Nebenbei besteht unter Umständen auch die sehr reizvolle Möglichkeit der Verbeamtung. Wie wird man also Justizfachangestellter?

Wie ist das Gehalt als Justizfachangestellte/-r in Deutschland? 

Das Gehalt liegt Deutschlandweit durchschnittlich zwischen 2.100-,€ und 3.200-,€ Brutto pro Monat bei einer 40 Arbeitsstunden-Woche und variiert abhängig von Berufserfahrung und Ausbildungsgrad.

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Der Weg zum/-r Justizfachangestellte/-r: Die Ausbildung

Die Ausbildung zum Justizfachangestellten dauert meist drei Jahre und ist aufgeteilt in einen Theorie- und einen Praxisteil. Der Theorieteil findet an einer Verwaltungsfachschule statt, für den Praxisteil begibst du dich in ein Amtsgericht, eine Staatsanwaltschaft oder ein Grundbuchamt. Während der Ausbildung lernst du alles über Verhandlungen, Protokolle und rechtliche Grundlagen. Wenn du dich anschließend im Job bewährst und auch noch nicht zu alt bist, hast du alle Grundlagen für einen Beamtenstatus im mittleren Dienst gelegt. Voraussetzung für die Ausbildung ist daher auch mindestens ein mittlerer Schulabschluss.

Benötigte Kenntnisse und Fähigkeiten

Als angehender Justizfachangestellter solltest du sehr gut Deutsch sprechen und sehr zuverlässig und vertrauenswürdig sein, denn schließlich hast du täglich Kontakt mit vertraulichen Informationen und Dokumenten. Für die Beratung hilfesuchender Bürger brauchst du außerdem kommunikative Fähigkeiten und eine emphatische, beruhigende Ausstrahlung – denn viele sind recht nervös oder aufgebracht, wenn es um Rechtsangelegenheiten geht. Da insbesondere in der Verwaltung viele Zahlen und Rechnungen auftauchen, solltest du auch ein gewisses Talent in Mathe mitbringen. Und die vielleicht schwierigste und trotzdem immens wichtige Eigenschaft: Um Protokoll zu schreiben, solltest du auf einer Computertastatur sehr schnell und vor allem fehlerfrei tippen können – der Richtwert liegt bei etwa 180 Zeichen pro Minute. 

Arbeitsumfeld

Wie bereits gesagt finden Justizfachangestellte Arbeit in Amts- oder Verwaltungsgerichten, bei Staatsanwälten oder bei speziellen Ämtern wie dem Grundbuchamt; ihre Arbeitsorte sind Büros und Gerichtssäle. In ihrem Arbeitsalltag stehen sie in dauerhaftem Kontakt mit Richtern, Anwälten und Notaren, kümmern sich um Verwaltungsaufgaben und wohnen Gerichtsprozessen bei. Die Arbeitszeiten eines Justizfachangestellten sind, wie bei fast allen Beamten, sehr geregelt und garantieren eine gute Work-Life-Balance.

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