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Gehalt Nautiker/-in

Nautiker/-innen sind auch bekannt als die rechte Hand des Kapitäns. Sie sind vorrangig für die Erledigung von allen technischen Aufgaben verantwortlich, wie z.B. die Unterstützung bei der Navigation, indem Ort und Geschwindigkeit des Schiffes bestimmt werden, die Routenplanung anhand der Wetterdaten sowie geografischen Bedingungen vornehmen und das Beaufsichtigen der technischen Anlagen des Schiffes. Außerdem kümmern sie sich manchmal in der Funktion des Sicherheitsoffiziers um die Rettungsboote sowie das Training der Rettungsmannschaft. Auch das Beaufsichtigen und die Organisation des Verladens und Beladens der Fracht gehört zu den Aufgaben eines/-r Nautikers/in.

Nautiker/-innen sind nicht zu verwechseln mit der klassischen Ausbildung zum/zur Nautischen Offiziersassistenten/in (NOA), diese stehen in der Hierarchie noch unter ihnen, obwohl manche der Aufgabengebiete sich überschneiden und sie im Endeffekt den gleichen Berufsweg vor sich haben. 

Wie ist das Gehalt als Nautiker/-in in Deutschland? 

Das Gehalt liegt Deutschlandweit durchschnittlich zwischen 3.600-,€ und 5.100-,€ Brutto pro Monat bei einer 40 Arbeitsstunden-Woche und variiert abhängig von Berufserfahrung, Ausbildungsgrad, Betriebsgröße und Bundesland. Am besten bezahlt werden Nautiker/-innen in Hamburg, Hessen und Barden-Württemberg und am wenigsten Gehalt bekommt dieses Berufsfeld in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

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Der Weg zum/-r Nautiker/-in: Die Ausbildung

Es gibt zwei Wege, um Nautiker/in zu werden: Auf der einen Seite kann man ein Nautik-Studium an einer Universität absolvieren, welches eine Regelstudienzeit von 8 Semestern, also vier Jahren umfasst. Das Studium wird hauptsächlich an Universitäten im Norden von Deutschland angeboten (Bremen, Rostock, Flensburg, Leer, Wilhelmshaven). 

Das Studium ist von längeren Praxisphasen durchsetzt, um die erworbenen Kenntnisse aus den Bereichen Mathematik, Physik, aber auch Wirtschaft und Recht, anzuwenden. Falls man ein solches Studium anstrebt, ist es sinnvoll, sich frühzeitig über die Zulassungsbedingungen zu informieren, da oftmals ein mehrwöchiges Praktikum im Vorhinein gefordert wird, manchmal sogar eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich der Seefahrt.

Alternativ kann man den Beruf aber auch als Weiterbildung, an einer Fachschule erlernen, sofern man zuvor eine Ausbildung als Schiffsmechaniker oder schiffsbetriebstechnischer Assistent absolviert hat. In Vollzeit dauert die Weiterbildung 2 Jahre und am Ende muss eine staatliche Abschlussprüfung abgelegt werden, woraufhin man das Befähigungszeugnis „Nautischer Wachoffizier NWO“ erhält. 

Verbringt der/die Nautiker/in anschließend noch 12 weitere Monate auf See kann er/sie das Befähigungszeugnis „Erster Offizier NEO“ erwerben. Dies qualifiziert ihn zum Stellvertreter des Kapitäns. Danach ist er befähigt, die Seewache zu übernehmen und übernimmt bei Abwesenheit des Kapitäns dessen Rolle. Das bedeutet, er ist selbst für alle Bereiche des Schiffes verantwortlich, von der Besatzung bis hin zu Passagieren, Fracht und Technik. 

Weitere 12 Monate Seefahrtzeit später kann das Befähigungszeugnis „Kapitän NK“ erworben werden. 

Benötigte Kenntnisse und Fähigkeiten

Notwendig ist auf jeden Fall ein Technikverständnis, welches sowohl im Studium bereits gefordert wird als auch in den möglichen Ausbildungen vorher eine große Rolle spielt. Dafür sind außerdem gute bis sehr gute Kenntnisse in Mathematik und Physik wichtig, um die Zusammenhänge zu begreifen.

Führungstalent, Verantwortungsbewusstsein und Entscheidungsfreude sind essenziell, da fast alle Nautiker/innen, die diesen Berufsweg einschlagen, später Kapitän werden möchten.

Für das Nautik-Studium sind gute Englischkenntnisse ebenfalls notwendig, da die Fachliteratur häufig nur in Englisch zur Verfügung steht und im internationalen Schiffsverkehr ohnehin nicht wegzudenken ist. 

Arbeitsumfeld

Nautiker/innen werden vor allem auf Fracht-, Passagier und Fährschiffen der See- und Küstenschifffahrt eingesetzt. Allerdings gibt es auch Möglichkeiten, einen Job in der Prozessgestaltung und -planung der Logistik zu finden. Für alle Landratten gibt es Karrieremöglichkeiten in der Schifffahrtsverwaltung, Reedereien, Werften oder Umschlagsbetrieben. Möglich ist auch die Arbeit als selbstständiger Gutachter oder technischer Sachverständiger. 

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