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Gehalt Schuhmacher/-in

Schumacher/-in klingt nach einem veralteten Beruf aus dem letzten Jahrhundert, den heutzutage niemand mehr benötigt – doch das stimmt nicht. Denn obwohl fast alle Schuhe mittlerweile von Großkonzernen maschinell gefertigt werden, gibt es immer noch Menschen, deren Schuhe angepasst oder ausgebessert werden müssen, die eine spezielle Fehlhaltung haben oder die einfach auf die Qualität von Handarbeit setzten. Wie du siehst gibt es immer noch viele Gründe für den Schumacherberuf. Die Hauptaufgaben sind dabei natürlich das Herstellen von Schuhen und die Anpassung fehlerhafter oder unpassender Exemplare, aber auch die modische Aufwertung durch Farbe und hochwertige Stoffe gehören dazu. Außerdem kennst du dich mit Fehlstellungen aus und schaffst durch Einlagen und Stützen abhilfe.

Wie ist das Gehalt als Schuhmacher/-in in Deutschland? 

Das Gehalt liegt Deutschlandweit durchschnittlich zwischen 2.000-,€ und 2.800-,€ Brutto pro Monat bei einer 40 Arbeitsstunden-Woche und variiert abhängig von Berufserfahrung, Ausbildungsgrad, Betriebsgröße und Bundesland. Am besten bezahlt werden Schuhmacher/-innen in Hamburg, Hessen und Barden-Württemberg und am wenigsten Gehalt bekommt dieses Berufsfeld in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

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Der Weg zum/-r Schuhmacher/-in: Die Ausbildung

Seit 2018 gibt es eine neue Ausbildungsordnung für den Schumacherberuf. Durch sie soll eine Anpassung auf sich ändernde Rahmenbedingungen im Schumachergewerbe durchgeführt werden und der Unterschied zur industriellen Massenproduktion verdeutlicht werden, aber auch neue Technik wie computergesteuerte 3D-Fußscans werden mit aufgenommen.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre, wobei in den ersten beiden Jahren der Fokus auf der Reparatur und Änderung von Maß- und Konfektionsschuhen liegt und im dritten Jahr eine Spezialisierung erfolgt, beispielsweise in die Richtungen Modellgestaltung, Nachhaltigkeit oder Qualitätssicherung. Weitere wichtige Ausbildungsinhalte sind die Kundenberatung, Marketing und Präsentation von Waren in Geschäftsräumen und auch Orthopädie.

Voraussetzung ist ein Hauptschulabschluss, vorzugsweise mit einer guten Note in Mathematik, da oftmals Preise, Schuhflächen und Materialkosten berechnet werden müssen.

Benötigte Kenntnisse und Fähigkeiten

Wenn du Schumacher/-in werden willst, solltest du körperlich einiges aushalten. Die Arbeit ist oft anstrengend in findet zu großen Teilen in einer von Lärm und Gestank geprägten Umgebung statt, wie es bei einem Handwerksberuf eben üblich ist. Weitere wichtige Eigenschaften sind Sorgfalt, handwerkliches Geschick und Kreativität – und ein gewisses Interesse und Bewusstsein für die aktuelle Mode schadet auch nicht. Wenn du allerdings Schuhe nur gern designen und nicht anfertigen möchtest, ist der Beruf nichts für dich. Zu guter Letzt gilt es natürlich auch Schuhe zu verkaufen – ein freundliches, kundenorientiertes Auftreten sind also ebenfalls vorteilhaft.

Arbeitsumfeld

Arbeit findest du – wenig überraschend – in einem Schuhladen oder bei einem Schumacher; in dieser Branche ist es aber auch gut möglich sich selbstständig zu machen. Wie bereits erwähnt ist die Arbeitsstätte oft laut und stinkt, dafür kannst du dich kreativ ausleben. Und oft ist dir die Dankbarkeit deiner Kunden gewiss, wenn ihr Schuh im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr drückt oder ihr Gehfehler endlich behoben ist.

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